Teilung

Teilung von einströmendem Wasser

Wenn Wasser in einen See fliesst sucht es sich die Tiefe gleicher Dichte. Wenn dies viel Wasser ist, wie der Alpenrhein in den Bodensee, die Linth in den Walensee, die Reuss in den Thunersee oder die Rhone in den Genfersee, kommen auch Details zum Vorschein. Im Sommer schiesst das Wasser an der Oberfläche in den See hinaus, verbreitert sich und wird langsamer. Schliesslich kommt es zum Tauchen dieses Strahls. Diese Stelle wird am Bodensee als Rheinbrech bezeichnet und ist schon von weitem sichtbar. dort sammelt sich das Treibholz.
Beim abtauchen sinken die suspendierten Partikel innerhalb des Strahls und beschweren ihn an der Unterseite. In den Seen gibt es meistens eine Zirkulationsströmung. Diese trifft quer auf den Strahl und bringt den oberen Teil in eine Rechtsdrehung und den unteren Teil des einschtrömenden Wassers in eine Linksdrehung.
Wegen der Vorseparierung der Partikel im einströmenden Wasser, entstehen zwei einschichtende Wasserströme, mit verschiedenen Dichten. Dementsprechend resultieren auch zwei verschiedene Einschichtungstiefen. (die rechtsdrehende Pink-Spirale und der schwerere, blaue Links-Wirbelzopf, grün ist die Strömung des Seewassers, von hinten nach vorn )
Wirbel haben eine verblüffend grosse Stabilität und bleiben recht lange erhalten. Bekannte Beispiele davon sind die Randwirbel an Flugzeugtragflächen oder auch die Meddys - Wirbel, die bei der Enge von Gibraltar entstehen und zum Teil bis in die Karibik reisen.
Besser sichtbar ist dieses Phänomen an Kaminen bei stetigem Wind. Der aufsteigende Rauch teilt sich auch dort in zwei Wirbelzöpfe. Was von einigen Experten als Nebeneffekt des Karman-Effekts interpretiert wird. (Der Karman-Effekt ist das, was einen leichten PW hin und her schüttelt, wenn er hinter einem grossen LKW fährt. Am Verdeck des LKWs entstehen abwechselnd ein Recht- und dann ein Linkswirbel. )

N.B.
Die Dichte eines Wasserkörpers wird nicht nur durch die Temperatur und die gelösten Salze, sondern auch durch die suspendierten Partikel beeinflusst.
Ein Extremfall ist das Wasser in einem Belebtschlammbecken einer ARA mit seinen Luftblasen, welche die Gesamtdichte so tief senken,  dass dort kein Mensch schwimmen kann.