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„Schätze“ unter Wasser
Betritt man zur Zeit einen Fischersteg, schaut man durch klares Wasser auf den Seegrund. Der Pegelstand ist tief, die Windstille lässt die Optik des Wassers voll zur Geltung kommen. Was sich da angesammelt hat, ragt mehr oder weniger aus dem schlammigen Seeboden und spricht Bände über das achtlose Verhalten eines Teils der Stegbenutzer: Zerbrochene Flaschen, zerdrückte Bierdosen, Konservenbüchsen, Zigarettenpäckli und -stummel, Deckel aller Art, Metallgitter, Taschenmesser, Plastiksäcke und -eimer und jede Menge Angelschnur. Vor Jahren hatte sich bei der Sturmlaterne eine Reiherente im Silch verheddert, wurde dabei immer tiefer unter Wasser gezogen und starb eines qualvollen Todes. Als Mahnmal hing sie wochenlang kopfabwärts im kalten Nass.
Was haben sich die „Hinterlassenden“ überlegt? Gar nichts wahrscheinlich. Dass der See um die Stege herum nicht ganz zur Müllgrube verkommt, ist dem selbstlosen Einsatz von Tauchern zu verdanken. Am Pfäffikersee säubert der Tauchverein „Fun divers“ alle zwei Jahre im September den Seegrund um einzelne Stege herum. Was dabei jeweils gefunden wird, davon kann der Präsident Erich Jung gewiss ein Lied singen.
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