Aufsichts- und Informationsdienst 2005
Die Vereinigung pro Pfäffikersee ist Trägerschaft des Aufsichts- und Informationsdienstes. Ziel und Aufgabe ist es, durch Information und Aufklärung auf das empfindliche Ökosystem und die nötigen Schutzmassnahmen hinzuweisen.
Seit fünf Jahren werden die Mitglieder des Aufsichtsdienstes für ihre wichtige Arbeit entschädigt. Die Abrechnung erfolgt aufgrund von Rapportblättern, die während den Kontrollgängen ausgefüllt werden. An dieser Stelle möchte ich mich bei allen bedanken, die aktiv mitgearbeitet haben.
Diese Rapportblätter erlauben nun auch Vergleiche der vergangenen Jahre. Genaue quantitative Auswertung sind aber aufgrund der Datenmenge und Qualität nicht möglich. Im Jahr 2005 ist mit 60 Begehungen der bis jetzt höchste Wert registriert worden (Vorjahr 54). Die durchschnittliche Dauer der Kontrollgänge lag etwas höher, neu bei knapp zweieinhalb Stunden, wobei der Schwerpunkt der Begehungen sich vor allem auf die südlichen Regionen des Pfäffikersee konzentrierte.
Bei den Übertretungen zeigt sich eigentlich immer das Selbe. Es können zwei Schwerpunkte ausgemacht werden. Einerseits sind es Velofahrer auf dem Rundweg, obwohl eine Veloroute um den See signalisiert ist, anderseits wird der Leinenzwang innerhalb des markierten Schutzgebietes immer wieder nicht beachtet. Störungen durch unangeleinte Hunde sind für verschiedene Tiere, aber besonders für Bodenbrüter eine grosse Bedrohung. Besonders gefährdet ist der Kiebitz. Die Brutzeit beginnt bei diesem Bodenbrüter bereits im März, aber auch ausserhalb der Brutzeit sind die Riedflächen ein wichtiger Lebensraum seltener und gefährdeter Tierarten und es gilt dringend Störungen zu vermeiden. Zunehmend konnten auch Katzen weitab vom Siedlungsraum festgestellt werden. Sie stellen ebenfalls eine grosse Bedrohung für Vögel und viele Kleintiere dar. Ebenfalls stark zugenommen haben illegale Feuerstellen rund um den ganzen See.
Im Juni fand wieder eine Exkursion mit den Greifensee-Rangern statt. Gemeinsam besuchten wir die besonders empfindliche Region südlich des Pfäffikersees und es konnten spannende Erfahrungen untereinander ausgetauscht werden.
Nach der „Seegfrörni“ lassen sich vermehrt Übertretungen beobachten und die Aufsicht möchte im Frühling stärker Präsenz markieren. Daher sind für das Jahr 2006 verschiedene Änderungen vorgesehen. So erhalten wir nun personelle Verstärkung von den Greifensee-Rangern und der Naturschutz-Equipe, die vor allem unter der Woche unterwegs sein werden. Wir werden daher vor allem an Wochenenden aktiv sein.
Falls Ihnen die Erhaltung des Schutzgebietes mit all seinen Kostbarkeiten auch am Herzen liegt und Sie sich angesprochen fühlen, diese wichtige, aber nicht immer ganz einfache Aufgabe auszuführen, nehmen Sie doch bitte Kontakt mit dem Leiter der Aufsicht, Remo Zanelli auf. (rzanelli@swissonline.ch).
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