Aufsicht
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Aufsichts- und Informationsdienst 2007

Die Vereinigung pro Pfäffikersee ist Trägerschaft des Aufsichts- und Informationsdienstes am Pfäffikersee. Ziel und Aufgabe ist es, durch Information und Aufklärung auf das empfindliche Ökosystem und die nötigen Schutzmassnahmen hinzuweisen. In den letzten Jahren ist der Erholungsdruck auf das Schutzgebiet stetig gestiegen und eine Trendumkehr ist nicht zu erkennen. Die Bedeutung der Aufsicht wird daher immer wichtiger. Seit 2006 wird die Aufsicht am Pfäffikersee zusätzlich durch Greifensee-Ranger, weiteren Rangern und durch die Naturschutz-Equipe verstärkt.

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Personen ganz herzlich bedanken, die aktiv an dieser wichtigen Aufgabe mitgearbeitet haben. Ganz besonders möchte ich mich für eine grosszügige Spende bedanken, mit welcher der Einsatz der Ranger ausgedehnt werden konnte.

Im Jahr 2007 konnten von der Aufsicht der Pro Pfäffikersee rund 42 Begehungen registriert werden (im Vorjahr 50). Die durchschnittliche Dauer der Kontrollgänge lag bei etwas mehr als zweieinhalb Stunden. Mit dem Mülibach und dem Robenhausenriet lag der Schwerpunkt der Begehungen vor allem in den südlichen Regionen des Pfäffikersees, welche als besonders empfindlich zu betrachten sind.

Bei den Übertretungen zeigt sich wie in den vergangenen Jahren dasselbe Bild. Es sind vor allem zwei Problembereiche. Einerseits sind es Vetofahrer auf dem Rundweg, obwohl eine Vetoroute um den See signalisiert ist, anderseits wird der Leinenzwang innerhalb des markierten Schutzgebietes immer wieder nicht beachtet. Störungen durch unangeleinte Hunde sind für verschiedene Tiere, aber besonders für Bodenbrüter eine grosse Bedrohung. Besonders gefährdet ist der Kiebitz. Die Brutzeit beginnt bei diesem Bodenbrüter bereits im März. Zusätzliche Tafeln weisen nun auf die besondere Gefährdung des leider selten gewordenen Vogels hin. Auch aussethalb der Brutzeit sind die Riedflächen ein wichtiger Lebensraum seltener und gefährdeter Tierarten und es gilt dringend Störungen zu vermeiden. Auffallend ist, dass vor allem auch unter der Woche massive Übertretungen zu beobachten sind. Es sind häufig uneinsichtige Hundebesitzer aus der Region auf ihren täglichen Spaziergängen am Morgen bzw. am Abend. Ein weiteres Problem sind streunende Hauskatzen, die zunehmend immer wieder im Naturschutzgebiet festgestellt werden können. Sie stellen für Vögel und viele Kleintiere eine grosse Bedrohung dar. Da grosse Wohnüberbauungen in Riednähe realisiert wurden und noch werden steigt der Druck auch hier auf das Naturschutzgebiet stetig an.

Für das Jahr 2008 soll der Schwerpunkt bei den Kontrollgängen wiederum im Süden des Schutzgebietes liegen, wo mir vor allem unangeleinte Hunde und ihre uneinsichtigen Hundehalter Kopfzerbrechen bereiten.

Falls Ihnen die Erhaltung des Schutzgebietes mit all seinen Kostbarkeiten auch am Herzen liegt und Sie sich angesprochen fühlen, diese wichtige, aber nicht immer ganz einfache Aufgabe auszuführen, nehmen Sie doch bitte Kontakt mit dem Leiter der Aufsicht, Remo Zanelli auf. (rzanelli@swissonline.ch).

 

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