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“Algenteppiche” im Pfäffikersee
Jeden Frühling zeigen sich Algen im See. Teppiche bilden sich am Boden in geringer Tiefe. Wenn die Sonne stärker scheint, bilden sie Sauerstoffblasen, welche unter dem Geflecht der Blaualgen (üblicherweise das Cyanobakterium Nostoc sp.), Grünalgen und Kieselalgen gefangen bleiben. Damit steigt die Schicht an die Oberfläche und kann nicht mehr übersehen werden. Professor Dr. Eugen A. Thomas kannte diese Erscheinung und hat dafür den Begriff “Krötenhäute” benutzt. Der Volksmund war offenbar der Ansicht, dass laichende Kröten ihre Haut abstossen und diese später an der Oberfläche sichtbar wird Diese Geschichte hat einen Schönheitsfehler: Kröten gehören nicht zu den Schlangen (Reptilien), also schlüpfen sie auch nicht aus der alten Haut. Dieses Phänomen zeigt sich auch in sehr sauberen Gewässern. Dort kann es bis in Tiefen von mehr als 10 Meter vorstossen und das Auftreten der aufrahmenden (sehr dunklen) Fetzen bis in die Badesaison verschoben sein. H. Bührer
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